Ein Cyclebreaker (deutsch: „Kreislauf-Unterbrecher“) ist jemand, der sich bewusst dazu entscheidet, belastende Verhaltensmuster, Erziehungsstile oder emotionale Lasten, die über Generationen in der eigenen Familie weitergegeben wurden, nicht mehr fortzuführen. Es ist die Entscheidung zu sagen: „Bei mir hört es auf.“
Du bist sehr wahrscheinlich eine Cyclebreakerin, wenn du dich in folgenden Punkten wiedererkennst:
- Bewusstes Andersmachen: Du merkst oft, dass du im Alltag mit deinen Kindern ganz anders reagieren möchtest, als du es selbst erlebt hast, merkst aber auch, wie tief die alten „Autopiloten“ noch sitzen.
- Feinfühligkeit: Du nimmst emotionale Zwischentöne stark wahr und hast das tiefe Bedürfnis, deinem Kind die emotionale Sicherheit und das Gesehenwerden zu schenken, die dir früher vielleicht gefehlt haben.
- Innere Arbeit: Du bist vielleicht die Erste in deiner Familie, die sich mit Themen wie Gefühlsregulation, dem Nervensystem oder der eigenen Kindheit auseinandersetzt – oft ohne das Verständnis deiner Ursprungsfamilie.
- Das Gefühl des „Andersseins“: Du fühlst dich in deiner Familie oft wie das „schwarze Schaf“, dabei bist du eigentlich das „heile Schaf“, das den Mut hat, die alten Wunden anzuschauen.
Cyclebreakerin zu sein, ist eine ehrenvolle, aber oft auch erschöpfende Aufgabe. Da du keine Vorbilder für diesen neuen Weg hattest, musst du dir die innere Landkarte selbst zeichnen. Genau deshalb ist die Arbeit an deiner Selbstverbindung so wichtig: Damit du nicht nur aus reiner Willenskraft „anders“ handelst, sondern aus einer inneren Sicherheit heraus, die du in deinem eigenen Nervensystem nachreifen lässt.
Du bist hier im Heimathafen genau richtig, wenn du diesen Kurs nicht mehr alleine segeln willst.